
2. August bis 14. September 2008 in Bonn
Tomasz Domanski (geb. 1962)
lebt und arbeitet in Wroclav/Breslau, Polen
Der polnische Künstler Tomasz Domanski brütet etwas aus, in einem Inkubator, direkt vor der weißen Gründerzeitvilla. Zu sehen sind farbige Kissen – schwarze, rote, goldene stehen für die deutsche, rote und weiße für die polnische Flagge. Sie sollen sich vermischen und zu einem neuen deutsch-polnischen, polnisch-deutschen Verständnis führen, zu einer Annäherung, die auch zukünftige Generationen zu einem Europa zusammenführt – vielleicht zu einer gemeinsamen Flagge und zu einer gemeinsamen Identität.
Tomasz Domanski schreibt zu seiner Arbeit: Der Inkubator ist eine Metapher. Er soll ein neues Bewusstsein hervorbringen, basierend auf dem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit. Die Kissen, die die Farben der Flaggen wiedergeben, sind im Inkubator gemischt, die symbolische Bedeutung der jeweiligen Landesflaggen wird aufgehoben zu Gunsten eines gegenseitigen Verständnisses. Eine gut ausgebildete Generation von Denkern soll in diesem Inkubator aufgezogen werden und so lange wachsen, bis sie selbständig urteilen kann, auch wenn sie den negativen Einflüssen der Umgebung ausgesetzt wird. "Ich glaube", so der Künstler, "dass Kunst die Zukunft vorwegnehmen und beeinflussen kann. Convergence incubators drücken die Vision einer Gesellschaft aus für, die nationale Überlegenheit keine Rolle mehr spielt und die sich auf Verständigung konzentriert".
"Convergence Incubator" von Tomasz Domanski (Fotos: Carsten Gliese)
Weiterführende Links
Homepage des Künstlers:
www.domanski.netarteria.pl
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