"Realisierung des Raums zwischen Ja und Nein" von Felix Droese (Foto: Montag Stiftung Bildende Kunst)
"Realisierung des Raums zwischen Ja und Nein" von Felix Droese (Foto: Montag Stiftung Bildende Kunst)

Blick zurück nach vorn

2. August bis 14. September 2008 in Bonn

Felix Droese (geb. 1950)

lebt und arbeitet in Düsseldorf-Mettmann


Felix Droeses überdimensionaler Papierschnitt Die Realisierung des Raumes zwischen Ja und Nein zeugt von einer skeptischen Sicht auf die Welt, in der kopflose Handymenschen sich unsinnigen Aktivitäten hingeben. Nicht weniger skeptisch ist sein Kommentar zur Außenpolitik der ehemaligen Bundesrepublik  im Gebäuderiegel neben der Villa Ingenohl, der ehemaligen Außenstelle des Auswärtigen Amtes.

Felix Droese hält in zum Teil geradezu schmerzhafter Weise immer wieder den Finger in die Wunden der Gesellschaft, rührt darin herum und scheut sich nicht, mit provokanten Thesen und Arbeiten an die Öffentlichkeit zu treten.

Er gehört zu den wenigen deutschen Künstlern seiner Generation, in deren Werk Politik und Geschichte eine zentrale Rolle spielen. Dabei reicht das Spektrum von der Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Vergangenheit bis zur Stellungnahme im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien. Daneben steht jedoch gleichwertig eine Beschäftigung mit existentiellen Fragen, bei der dem Künstler Rückgriffe auf eine traditionelle religiöse Bildsprache ebenso selbstverständlich sind wie der Rekurs auf theologische Diskussionen.


"Realisierung des Raums zwischen Ja und Nein" von Felix Droese (Foto: Carsten Gliese)

"Realisierung des Raums zwischen Ja und Nein" von Felix Droese (Foto: Carsten Gliese)


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