
2. August bis 14. September 2008 in Bonn
Tamer Serbay (geb. 1947)
lebt und arbeitet in Kiel
Tamer Serbay schließt den Durchgang der Villa Prieger zum Rhein mit Steinen in leuchtend roter Signalfarbigkeit, betont den geschlossenen hermetischen Eindruck, der beim Flanieren auf der Rheinpromenade entsteht. Jedoch nur scheinbar, denn die vorgeblichen Steine sind aus Papier. Sie lenken den Blick auch auf den erstmals wieder geöffneten Durchgang zur Villa Ingenohl, gleich nebenan. Betritt der Besucher nach der Erkundung des Gartens mit seinen sehr unterschiedlichen Arbeiten das Haus und erreicht das Dachgeschoss, so stößt er auf einen großen Wandschrank und findet dort den zweiten Teil der Arbeit, die das Innen mit dem Außen verbindet.
Farbe und Papier sind das bevorzugte Material des Künstlers. Er wählt intensive Farbigkeit, die so in der Natur nicht anzutreffen ist, bringt seine Werke in den Naturraum ein und setzt sie bewusst den Einflüssen von Wind, Sonne und Regen aus. Die Natur wirkt auf die Kunst ein und verändert sie. „Tamer Serbay macht uns ein philosophisches Angebot, er lässt uns eintauchen in den Dialog des Kommens und Gehens, in dem das Sein nur eine flüchtige Momentaufnahme ist, die den Fluss der Metamorphose in sich trägt“, schreibt Silke Eikermann über Tamer Serbay.
o.T., Tamer Serbay (Fotos: Carsten Gliese)
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