Die Bonner Villa Ingenohl wird zum Mittelpunkt des Kunstprojekts "Blick zurück nach vorn"
Künstler bem Ortstermin im Treppenhaus der Villa Ingenohl

Blick zurück nach vorn

Die Ausstellung

2. August bis 14. September 2008


Kunstwerke schaffen Verbindungen

Im Zentrum der Ausstellung Blick zurück nach vorn steht die Villa Ingenohl. Das große weiße Haus ist vom Rheinufer aus  – besonders im Sommer – kaum sichtbar. Umgeben von hohen alten Bäumen und dichten Sträuchern trennt es zudem eine Bruchsteinmauer von der belebten Promenade am Fluss. In der Nachkriegszeit beherbergte es Teile des Bundeskanzleramtes und diente später den Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes als Kinderhort. In vielen, der heute morbide wirkenden Räumen, ist die einstige Nutzung noch erkennbar.

Die 27 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler haben für diesen Ort überwiegend neue Arbeiten entwickelt: Rauminstallationen, Video- und Klang-Collagen, Malerei, fotografische Arbeiten. Während Maike Kloss und Tamer Serbay mit ihren Werken – einem sehr speziellen Trimm-dich-Pfad und einer Installation aus farbstarken Papier-Ziegeln –  das Flussufer in die Ausstellung einbeziehen, entschied sich der Künstler Babak Saed für die gegenüberliegende Seite der Villa Ingenohl. Er hängt einen Löwen – in Lebensgröße – nebst visualisiertem Brüllen quer über die Adenauer Allee. Die viel befahrene Straße verbindet die Bonner City mit der Museummeile. Schräg gegenüber Museum Koenig heißt die Installation des Konzeptkünstlers – eine unübersehbare Intervention im öffentlichen Raum. Die Startet den Datei-DownloadAusstellungseröffnung fand am Samstag, den 2. August 2008 statt.

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterKünstlerInnen und ihre Arbeiten
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterÖffnungszeiten, Führungen und Anfahrt


Künstler bei der Ortsbesichtigung in Bonn, im Vordergrund Thea Richter

Künstler beim Rundgang in der Villa Ingenohl

Felix Dröse in der Villa Ingenohl
Carl Richard Montag beim Rundgang mit Maik Löbbert

Zwischenbilanz - 10 Jahre Stiftungsarbeit 

Kuratorin der Ausstellung ist Ingrid Raschke-Stuwe, Vorstand der Montag Stiftung Bildende Kunst. Für sie ist das Kunstprojekt Teil einer Zwischenbilanz nach zehn Jahren aktiver Stiftungsarbeit. „Wir wollen mit unserer Arbeit dazu beitragen, den Umgang mit zeitgenössischer bildender Kunst selbstverständlicher zu machen“, erklärt sie. „Deswegen gehen wir mit unseren Projekten in der Regel in den öffentlichen Raum. Mit dieser ersten Ausstellung am Sitz der Stiftung möchte ich den Stiftungscampus öffnen, denn wir haben viele neue Ideen für die Zukunft und einen nicht unwesentlichen Teil davon wollen wir in den nächsten Jahren an diesem Ort, hier in Bonn realisieren.“

Ausstellungen der Montag Stiftung Bildende Kunst fanden bereits in Dresden, Dortmund, Emsdetten, Erpel-Remagen, Wuppertal und in Bonn-Dransdorf statt. (Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterKunstprojekte) Zurzeit wird eine Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSymposien-Reihe mit dem Titel Heraus aus dem Elfenbeinturm! in Kooperation mit den Kunsthochschulen in Nürnberg, Münster, Wien und Leipzig durchgeführt. Veranstaltungsort der praxisorientierten Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterWerkstatt-Reihe ist die Bonner Villa Prieger.
 

Gesprächsrunde zum Kunstprojekt "Blick zurück nach vorn" in der Villa Prieger
Carl Richard Montag im Gespräch mit Dagmar Demming