Bildungslandschaften

Eine Dialogreihe in der Villa Prieger

Politische Praxis

19. Mai 2009, 18.30 Uhr

Es diskutierten

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDr. Hermann Budde
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterKlaus Hebborn
Deutscher Städtetag
 
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterWilfried Lohre
Stiftungsverbund „LernenvorOrt“

und
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterPeter Bleckmann

Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Die Veranstaltung wurde moderiert von Frauke Burgdorff und Dr. Thomas Coelen.

Anlässlich des Dialogabend sind zwei Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterAudioreportagen produziert worden.
 

Rückblick

In der vorerst letzten Veranstaltung unserer Reihe standen die politischen Rahmenbedingungen von Bildungslandschaften zur Debatte. Solche Rahmenbedingungen werden auf den verschiedenen staatlichen Ebenen geschaffen und ausgestaltet, im Bereich der Bildungs- genau so wie in der Städtebaupolitik. Bildung – und damit auch Bildungslandschaften – erscheint so als gesamtstaatliches Aufgabenfeld, für das sich alle staatlichen Ebenen auch in irgendeiner Art und Weise zuständig fühlen. Das ist, und da waren sich alle Gesprächsgäste einig, zunächst einmal eine gute Nachricht. Die Kehrseite: eine unüberschaubare Zahl von Vorgaben, Regularien, Zuständigkeiten, Konzepten, Initiativen und (Modell-)Vorhaben – und immer geht es um die gleichen Kinder und Jugendlichen.

Notwendig ist demnach eine sehr viel stärkere Koordinierung der für Bildungslandschaften relevanten Politik auf den verschiedenen Ebenen. Dass dies längst nicht erreicht ist, machte Klaus Hebborn besonders deutlich, als er mit Blick auf die Zusammenarbeit von Bund und Kommunen von einem regelrechten „Kooperationsverbot“ sprach, da Bildung nun mal originär in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer fällt. Will man jedoch das herkömmliche Modell der Zuständigkeiten zu leistungsfähigen „Verantwortungsnetzwerken“ weiter entwickeln, muss man derartige Kooperationen ermöglichen. 


Hermann Budde, Wilfried Lohre, Thomas Coelen, Klaus Hebborn (v.l.n.r.)
Hermann Budde, Wilfried Lohre, Thomas Coelen, Klaus Hebborn (v.l.n.r.)
Hermann Budde, Peter Bleckmann, Frauke Burgdorff, Wilfried Lohre, Klaus Hebborn (v.l.n.r.)
Hermann Budde, Peter Bleckmann, Frauke Burgdorff, Wilfried Lohre, Klaus Hebborn (v.l.n.r.)

Sollten Bildungslandschaften nun regional, kommunal oder lokal (auf Stadtteilebene) organisiert werden? Hier gibt es keine eindeutige Antwort, zumal im eher dünn besiedelten ländlichen Raum eben auch die verschiedenen Einrichtungen einer Bildungslandschaft dünn gesät sind, also weit auseinander liegen: Bildungslandschaften haben unter diesen Umständen zwangsläufig eine regionale Dimension. Die Gesprächsgäste waren jedoch einmütig der Auffassung, dass gerade Städte und Gemeinden ein vitales Interesse haben, in Bildung zu investieren – und mit Bildung in ihre Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. Mit der „Aachener Erklärung“ haben die Mitgliedskommunen des Deutschen Städtetags ein solches Grundverständnis bereits formuliert; seit her wächst die Zahl derjenigen Städte, die dies in politische Praxis umsetzen und deshalb Bildungslandschaften aufbauen wollen, beständig.

Zum Abschluss des Abends formulierten Frauke Burgdorff und Thomas Coelen schließlich ein kurzes Resumee der bisherigen Veranstaltungsreihe, das beide aber eher als Ausblick auf eine mögliche Fortsetzung des gemeinsamen Dialogs von Pädagogen und Planer verstanden wissen wollten: Bildung ist weit mehr als Schule; die „mittlere Raumdimension“ (zwischen dem Maßstab der einzelnen Einrichtung und dem Maßstab der Stadt) ist für das Gelingen von Bildungslandschaften von besonderer Bedeutung – und das Zusammenspiel von „Bildung“ und „Bauen“ verdient noch größere Aufmerksamkeit.

Wie der Dialog weitergeführt werden wird – dazu mehr im Herbst dieses Jahres!


Gespräche im Anschluss an die Diskussionsrunde
Gespräche im Anschluss an die Diskussionsrunde

Gespräche im Anschluss an die Diskussionsrunde


Audioreportagen

Anlässlich des Dialogabends sind weitere Podcasts produziert worden.

Audiopodcast: Bericht zur Veranstaltung
(18:51 min., mp3-Streaming)
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Audiopodcast: Reportage "Campus Technikus"
(16:47 min., mp3-Streaming)
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Einladungskarte zum Download

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