
2. August bis 14. September 2008 in Bonn
Rolf Wicker (geb. 1965)
lebt und arbeitet in Berlin
Aus unbehandelten Kanthölzern hat Rolf Wicker seine Installation gebaut, ein nicht begehbares, offenes „Ständerwerk“ ist entstanden. Es dominiert die obere Ebene des Gartens hinter der Villa Ingenohl. Betrachtet man die Installation von oben, vom Balkon oder aus den Fenstern im ersten oder zweiten Obergeschoss, erschließt sich der Sinn des Titels: Sichtbar wird ein stilisiertes M – das Stiftungslogo im Großformat, ein Geburtstagsgeschenk. Als Bildhauer hat die räumlich-architektonische Qualität des Logos sein Interesse geweckt und ihn zu einer Übertragung in den dreidimensionalen Raum motiviert.
Rolf Wicker schreibt zum 10jährigen der Montag Stiftung Bildende Kunst:
Hat Kunst irgendeine gesellschaftliche Relevanz? Braucht sie einen Zweck? Wenn nein, hätte sie dann an Berechtigung verloren? Es gibt viele Beispiele dafür, dass Kunst gesellschaftlich nichts zu bewirken vermag - aber wie wäre eine Gesellschaft ohne jede Kunst? Warum boomt der Kunstmarkt und der öffentliche Raum verkommt? Warum gibt es nicht mehr Kunststiftungen (wie die Montag Stiftung)? Statt wertvoller Kunstsammlungen mehr wertvolle Kulturarbeit? Statt mehr Sammlermuseen mehr lebendige Experimente? Und warum müssen Künstler immer Antworten liefern?
"Geburtstagsständerchen" von Rolf Wicker (Fotos: Carsten Gliese)
Weiterführende Links
Homepage des Künstlers:
www.rolf-wicker.de
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