Warenströme im Hafen Köln-Niehl
"Rheinische Fruchtfolge"
Stadträume am Rhein

Entwurfswerkstatt

24. bis 27. September 2007
Rheinforum Wesseling

Der Rhein ist das Rückgrat der Region Köln/Bonn. Zahlreiche gute Architektur-, Landschaftsplanungs- und Städtebauprojekte sind in den letzten Jahren entlang des Rheins entstanden. Und doch zeigen sich im Alltag viele vernachlässigte Potenziale.

Aus diesem Grunde wurden zahlreiche Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensternationale und internationale Beispiele für »Gutes Leben und Bauen am Wasser« zusammengetragen, die Ideengeber für den Umgang mit den aktuellen Projekten, Themen und Fragen der Region geworden sind.

Die Entwurfswerkstatt sollte in Ergänzung dazu für die Gesamtregion am Rhein und vertiefend für ausgewählte Teilräume maßgeschneiderte regionale Zukunftsbilder erzeugen.


Ziele der Entwurfswerkstatt

Die Entwurfswerkstatt sollte Möglichkeiten aufzeigen, wie sich die Region am Rhein mittel- bis langfristig darstellen kann. 

Hierzu wurden vom Rhein ausgehend und an die Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterRaumbegabungen anknüpfend die für die Region wichtigen Themen Arbeit, Wohnen und Freizeit exemplarisch vertieft bzw. in Bezug auf den Gesamtraum betrachtet. Der Fluss sollte als Subjekt mit eigener Persönlichkeit, als Arbeitgeber, Infrastruktur, Barriere, Nahtstelle und formende Kraft der Region wahrgenommen und weitergedacht werden. Ebenso sollte darüber nachgedacht werden, wie die Vielfalt der Region und die Wechselwirkungen und Verflechtungen der einzelnen Teilräume noch stärker erfahrbar gemacht werden können und wie damit das Bewusstsein für und die Identifikation mit der Region gestärkt werden kann.



Schwerpunkte der Entwurfswerkstatt

Im Rahmen der Entwurfswerkstatt haben renommierte Architekten, Planer und weitere Fachleute unterschiedlicher Disziplinen in vier Gruppen zu den ausgewählten Raumthemen Konzepte entwickelt, die Maßstäbe für die kommenden 25 bis 30 Jahre setzen und einen Ausblick geben, wie sich die Region am Rhein in Zukunft aufstellen, präsentieren und entwickeln kann.


 
1. Der Rhein als Subjekt

Gesamter Projektraum

Die gesamte Region am Rhein soll mittel- bis langfristig weitergedacht werden. Wohin geht die räumliche und strategische Reise, welche grundlegenden Entwicklungsrichtungen sind denkbar und sinnvoll? Die Entwurfsgruppe „Rhein“, die den gesamten Projektraum zwischen Bad Honnef und Leverkusen betrachtete, entwarf das Zukunftsbild des „dynamischen Rheins“, der die Region als prägendes Subjekt immer wieder neu formt und perspektivisch eine veränderte Haltung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung erforderlich macht. 


 
2. Perspektiven von industriell geprägten Räumen

Köln-Nord/Leverkusen

Thema war die zukünftige Entwicklung der durch Arbeit und industrielle Produktionsstätten und Gewerbe geprägten Orte am Rhein. Dabei sollten die vorhandenen Großstrukturen weitergedacht und ihr Verhältnis zur Landschaft und Siedlung neu interpretiert werden. Das Entwurfsteam „Arbeit“ setzte sich mit zukünftigen Transformationsräumen der Industrie im Bereich Köln-Nord/Leverkusen auseinander und theamtisierte die Potenziale der Öffnung bisher nicht zugänglicher Werksareale. Daraus können sich zukünftig neue Beziehungen zwischen den Nutzungen Arbeit, Wohnen und Freiraum entwickeln. 


 
3. Perspektiven der Wohnorte am internationalen Strom

Urfeld/Bornheim/Niederkassel

Thema war der Umgang mit momentan konturlosen Wohnorten im wachsenden suburban-ländlichen Raum und deren Weiterentwicklung. Für die Transformation der Schwerpunkte des suburbanen Wohnens am Rhein in den Uferdörfern von Wesseling, Bornheim und Niederkassel entwickelte das Arbeitsteam „Wohnen“ Szenarien der Siedlungsentwicklung und Haustypologien, welche die Rheinlage, die Auswirkungen von Hoch- und Niedrigwasser und die vorhandene Kulturlandschaft reflektieren und neu interpretieren.




 
4. Perspektiven der Freizeit am Rhein

Bad Honnef/Rolandseck

Thema war der Umgang mit einer touristisch geprägten Flusslandschaft und die Suche nach einem zukunftsweisenden Profil für die traditionellen Rheintourismusorte. Im Entwurfsraum Bad Honnef/Rolandseck trennen Infrastrukturtrassen Stadt und Ufer und erschweren die Erlebbarkeit der Rheinlage mit ihren Freizeitqualitäten. Zur Attraktivierung der Rheinlage setzt die Entwurfsgruppe „Freizeit“ auf eine Kombination punktueller Eingriffe mit verkehrsplanerischen Lösungen und konsequenter Freiraumgestaltung, die zusammen einen Imagewandel der Rheintourismusorte herbeiführen sollen. 


Die Ergebnisse der Entwurfswerkstatt wurden am 26. September 2007 im Rheinforum Wesseling und auf der Rheinkonferenz am
21. November 2007 vorgestellt und sind zusammen mit den anderen Produkten des Projektes (Veröffentlichung im April 2008) ein wichtiger Baustein für die Diskussion über neue Qualitäten am Rhein und die Zukunft der Region.
 

Download

Zusammenfassung: Ziele und Struktur der Entwurfswerkstatt
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