Internationales Symposium
am 23./24. September 2009 in Bonn
Prof. Dr. Gesa Ziemer
Professorin im Bereich Kulturtheorie und Ästhetik Zürcher Hochschule der Künste. Co-Leiterin für den Studiengang Kultur der Metropole an der HafenCity Universität Hamburg. Freie Kuratorin von Projekten an der Schnittstelle Theorie und Theater, u.a. regelmäßig Steirischer Herbst Graz.
Veröffentlichungen in diversen Medien, u.a. Publikation: Verletzbare Orte. Entwurf einer praktischen Ästhetik. Berlin/Zürich 2008. Film: Komplizenschaften (mit Barbara Weber) 2007. Weitere Informationen finden Sie
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Vortrag
Künstlerisches Forschen
Der Philosoph Paul Feyerabend plädierte für eine „heitere Anarchie“ in der Wissenschaft, die menschenfreundlicher und erkenntnisfördernder ist als vorgegebene Regel- und Ordnungssysteme. Auch die Trennung von Kunst und Wissenschaft sei zweifelhaft, da eigentlich alle Fächer zuerst Künste waren. In künstlerischer Forschung, die vor allem an Kunsthochschulen betrieben wird, begegnen sich Kunst und Wissenschaft auf Augenhöhe. Hier wird nicht "über", sondern "mit" Kunst geforscht. Was heißt künstlerisches Forschen? Welche Möglichkeiten eröffnen sich für die Forschung, wenn sie mit künstlerischen Verfahren (in Bild, Ton, mit dem Körper etc.) arbeiten? Anhand einiger Überlegungen und einem beispielhaften Forschungsprojekt zum Thema "Komplizenschaften" werde ich diese Fragen zur Diskussion stellen.
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