
Zielsetzung
Die 1998 gegründete Stiftung will aktiv eine positive Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders anregen, betreiben und fördern. Sie versteht sich als Ort der Vernetzung und des Austausches von Konzepten und Projekten zur Verringerung von Benachteiligung, die gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Bildung und Erziehung durchgeführt werden.
Zu den Aktivitäten gehören eigene und Kooperationsprojekte, Seminare, Tagungen und Workshops, eine eigene Veröffentlichungsreihe – die sozialästhetischen Beiträge – sowie die Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen öffentlichen Institutionen, Kommunen und Bundesländern.
Philosophie
Unter dem Leitgedanken „Veränderung durch Handeln“ will die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft positiv Einfluss nehmen auf das Zusammenleben unserer Gesellschaft. Die übergreifenden Leitmotive sind Mitverantwortung, Hilfsbereitschaft und soziale Aufmerksamkeit. Das hierbei zugrunde liegende Menschenbild geht von der Begabung eines jeden Menschen aus: Jeder Mensch ist begabt, variiert und gestaltet auf seine eigene und einzigartige Weise das Ganze des Seins und wird so selbst zu einem kreativen Baustein dieser Ganzheit.
Die gedankliche Grundlage für alle Aktivitäten der Stiftung lässt sich im Begriff der Sozialästhetik zusammenfassen: Sozialästhetisches Handeln als teilhabendes, entwickelndes Handeln, das jedem Einzelnen die positive Bestätigung der Richtigkeit seines Daseins sowie seine sozial und ökologisch nachhaltige Verantwortung gleichermaßen bietet und abverlangt. Dieser Gedanke findet sich in allen von der Stiftung Jugend und Gesellschaft initiierten und geförderten Aktivitäten.
Weitere Informationen zur Philosophie der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft finden Sie
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Systematik und Handlungsbereiche der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
Die Arbeit der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft basiert auf den in der Satzung der Montag Stiftungen definierten Grundsätzen Verantwortung, Handlungsbereitschaft, Sachlichkeit, Nachhaltigkeit, Kooperation, Ebenbürtigkeit und Offenheit. Auf diesen Grundsätzen aufbauend hat die Stiftung für ihren Schwerpunkt – Jugend und Gesellschaft – sechs zentrale Handlungsbereiche formuliert, die als Referenzrahmen für alle Stiftungsaktivitäten fungieren. Sie geben die Gestaltungserwartungen des Vorstands wieder und sind zentrale Förderkriterien. Als Eckpfeiler eines systemorientierten Ansatzes stehen sie für die im Begriff der Sozialästhetik zusammengefassten Ziele der Stiftung Jugend und Gesellschaft.
Handlungsbereiche der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft:
- Systemberatung und Systemtransformation
- Kreative Gestaltung von Bildungskultur
- Begegnung und Vernetzung
- Verantwortung in öffentlichen Strukturen
- Vielfalt und Inklusion
- Kleine Projekte mit großem Wirkpotential
Jeder Handlungsbereich beschreibt einen Ansatzpunkt in einem Kontext divergierender Probleme, für die es nicht die eine, „richtige“ Lösung gibt, sondern viele potentielle Entwicklungsszenarien, die die Bedingungen einer guten Lösung erfüllen. Dazu gehört auch, dass sie sich an Kriterien orientieren, die durch die Grundsätze der Montag Stiftungen bestimmt sind. Die Projekte selbst sind als Initiativen mit Hebelwirkung zu verstehen: Die Hebelwirkung ist im hier zu Grunde gelegten systemischen Verständnis die Erkenntnis, wie Handlungen und Veränderungen in den Strukturen zu signifikanten, dauerhaften Verbesserungen führen können. Die Hebelwirkung folgt dem Prinzip der Sparsamkeit von Mitteln im Sinne kleiner gezielter Aktionen, bei denen mit einem Minimum an Anstrengung und Aufwand die Wirkung hin zu einer weit reichenden Veränderung am größten ist.
Die Handlungsbereiche sind inhaltlich miteinander verbunden und können zu unterschiedlichen Phasen der Projekte ihre Hebelwirkung entwickeln. Von der Stiftung initiierte und/oder unterstützte Projekte sollten einem oder mehreren der sechs Handlungsbereiche zuzuordnen sein.



