Inklusionsprojekt Wiener Neudorf
Grafik: Mag. Dr. Maria-Luise Braunsteiner, Pädagogische Hochschule NÖ
Kommunaler Index für Inklusion

Vielfalt erkennen, wertschätzen und nutzen

Mitgestalten - das Arbeitsbuch



Das Handbuch soll in engem Dialog mit der kommunalen Praxis erstellt werden. Hierzu wird die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft mit Pilotkommunen zusammenarbeiten, die Veränderungsprozesse von Einrichtungen/Organisationen in ihren Kommunen initiieren und - begleitet vom Projektteam und Experten - die Realisierung verschiedener Aspekte entsprechend der Leitidee Inklusion mithilfe des Kommunalen Index für Inklusion vorantreiben. Über die Pilotkommunen hinaus will die Stiftung weitere interessierte Kommunen bzw. kommunale Einrichtungen als Beispielgeber gewinnen, die einzelne Aspekte des Index aufgreifen und umsetzen wollen.

Die Erfahrungen aus den Pilotkommunen sowie weiterer Beispielgeber bei der wertegeleiteten Arbeit mit dem Kommunalen Index für Inklusion werden in das zu erstellende Handbuch einfließen und Anregungen geben für andere. Diese Erfahrungen und Beispiele sollen sich sowohl auf den Prozess als auch auf inhaltliche Aspekte des Index beziehen.

Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft hat ein Arbeitsbuch erstellt, das die Index-Fragen – orientiert am  „Aspiring to Inclusion“ –  enthält und den Pilotkommunen sowie weiteren interessierten Kommunen zur Verfügung gestellt wird. Das vorliegende Arbeitsbuch dient während des Projektes dazu, Ideen, Erfahrungen und Beispiele aus der Arbeit mit den Index-Fragen zu sammeln und einzubeziehen.


Wie können Sie mit den Fragen aus dem Index arbeiten?

Praktische Hinweise

Wir möchten Ihnen einige praktische Hinweise geben, wie Sie mit dem Arbeitsbuch und vor allem den vielen Fragen umgehen können, um wirklich etwas zu bewirken. Wichtig ist, dass Sie durch den Index auf mögliche Verbesserungen in Ihrem Umfeld aufmerksam werden, diese gemeinsam mit den verschiedenen Interessengruppen diskutieren  und gemeinsam mit den Beteiligten die Veränderung planen und umsetzen.  Die Fragen sind ein Angebot – keine Methode!

  1. Fangen Sie (klein) an!
  2. Suchen Sie sich Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls Veränderungswünsche haben – binden Sie Entscheidungsträger in Ihre Planungen ein!
  3. Achten Sie darauf, dass viele, möglichst alle betroffenen und interessierten Personengruppen an dem Prozess aktiv teilnehmen können – bauen Sie „Barrieren“ ab. Und entdecken Sie dabei neue Ressourcen!
  4. Nehmen Sie sich Merkmale vor, die Sie besonders ansprechen, die Sie für besonders dringlich halten. Suchen Sie gemeinsame Fragen aus oder diskutieren Sie verschiedene Fragen parallel – und stellen sich gegenseitig Ihre Gedanken, Ihre Bestandsaufnahme vor.
  5. Suchen Sie kleine Lösungsmöglichkeiten, um bestehende Barrieren abzubauen, die noch nicht  zufrieden stellenden Situationen zu verändern.
  6. Wollen Sie größere Veränderungsprozesse initiieren, bietet es sich an, (externe) Begleiter oder (externe) Moderatoren zu beauftragen. Diese sollten Erfahrungen mit dem Index für Inklusion haben.
  7. Bei größeren Veränderungsprozessen sind in der Regel andere Einrichtungen und/oder Organisationen involviert. Kooperieren Sie bereits mit Ihnen? Sprechen Sie Verantwortliche an! Planen Sie gemeinsame Prozesse. Gibt es bereits Vernetzungen?
  8. Wenn  die kommunale Verwaltung oder die Kommune als Ganzes  einbezogen wird: wer sind die Schlüsselpersonen?
  9. Wer kann evtl. für eine gemeinsame Projektgruppe / Indexgruppe gewonnen werden?
  10. Kann die Gemeindevertretung für Gesamtplanungen gewonnen werden?
  11. Bestimmte Verfahren haben sich für die Initiierung von Veränderungsprozessen besonders bewährt, wie z.B. Zukunftskonferenzen.
  12. Bedenken Sie: Jede Einrichtung und jede Kooperation gestaltet ihre Prozesse anders. Vielleicht können Sie von den Erfahrungen anderer profitieren.

Wir werden im weiteren Verlauf des Projektes weitere Hinweise zusammenstellen, die wir dann auf dieser Seite ergänzen werden. Vielleicht können dann auch schon erste Erfahrungen von Ihnen einfließen.

Wie können Sie zu dem Projekt beitragen?

Wir freuen uns über jede Art von Rückmeldung: Fragen, Kritik und Anregungen, Hinweise, den Inhalt oder die Sprache betreffend, Verständnisprobleme oder auch zusätzliche, ergänzende Fragen für unseren Fragenkatalog. Wichtig sind uns auch Erfahrungen und Beispiele aus dem Prozess der Umsetzung. Wir haben im Arbeitsbuch viel Platz für Notizen gelassen, so dass Sie alles direkt notieren können.