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Stadträume am Rhein

Fokusthemen

Fokusthemen dienen als Leitlinien zur Auswahl internationaler Referenzprojekte. Sie stellen einen wichtigen Teil des Suchrasters dar. Dabei ist entscheidend, dass die Referenzprojekte bezogen auf ein oder mehrere dieser Themen herausragendes Vorbild sein können. Mit ihrer Hilfe können Impulse zur Bewältigung der vielschichtigen Planungsaufgaben an den Ufern des Rheins gewonnen werden.

 

Fokusthema „Städtebau und Architektur“

Durch den Rhein werden seine Ufer zu äußerst attraktiven Gunsträumen für die Entwicklung von Wasserlagen. Städtebauliche und architektonische Qualität sind deshalb ein entscheidender Standortvorteil im Wettbewerb der Regionen um Einwohner und Arbeitsplätze. Eine hohe Lebensqualität drückt sich nicht zuletzt in der Qualität der gebauten Umwelt aus. Gleichzeitig sind die städtebaulich-architektonische Ausprägung und die Gestalt der Siedlungsräume am Rheinufer manifestierter Ausdruck der Haltung der Region zu ihrem Fluss und seiner Wertschätzung. Insofern dienen innovative Quartiere am Ufer, die für die gelungene Öffnung und sensible ganzheitliche Interpretation des Stadtraums am Wasser stehen und die qualitativ hochwertige Adressen für verschiedene Nutzungstypen und Nutzergruppen bilden, als Vorbilder für die Region.

Fokusthema „Freiraum und Landschaft“

Die Kulturlandschaften und Freiräume der Region Köln/Bonn unterliegen einem enormen Nutzungsdruck, vor allem dort, wo sie auf den Rhein treffen. Aufgrund der Inanspruchnahme des Freiraums durch Siedlungswachstum und Freizeitaktivitäten auf der einen Seite und Forderungen des Natur- und Landschaftsschutzes auf der anderen Seite werden Nutzungskonflikte impliziert. Daher werden Projekte gesucht, die Freiraumqualitäten eines Flusses erlebbar machen und die Ansprüche von Siedlungs- und Landschaftsentwicklung ausbalancieren. Ebenso sind Projekte von Interesse, die landschaftliche Eigenheiten und Elemente der Rheinufer erhalten, herausarbeiten und weiterentwickeln sowie deren Gestaltung an die verschiedene Nutzergruppen und -interessen adäquat anpassen. Die Förderung des naturnahen Umgangs mit Flusslandschaften und Steigerung deren ökologischer und kultureller Wertigkeit für andere Nutzungen ist von Bedeutung.

Fokusthema „Projektentwicklung und Planungskultur“

Die Revitalisierung von Wasserlagen ist eine komplexe Planungsaufgabe – dies gilt auch für die Projekte an den Ufern des Rheins. Diese vielschichtigen Ansprüche können kaum mit einer herkömmlichen hierarchischen Arbeitsteilung zwischen Planung und Umsetzung bewältigt werden. Das Management solcher Prozesse, von der ersten Idee bis zur Umsetzung, erfordert ein geeignetes Zusammenspiel von informellen und formellen Werkzeugen in öffentlich-privater Partnerschaft und spezifische Organisationsformen. Effiziente und handlungsorientierte Vorgehensweisen sind gefragt, um auch in der Prozessgestaltung dem übergreifenden Qualitätsanspruch gerecht zu werden. Insofern können Projekte, die neue integrative und partizipative Planungskulturen erprobt haben und für baukulturelle Qualität stehen, vorbildhaft sein.

Fokusthema „Finanzierungs- und Investitionsstrategien“

Aus immobilienökonomischer Sicht bieten Wasserlagen einen besonderen Reiz, da sie aufgrund ihrer Lagegunst für vielfältige Nutzungen attraktiv sind und daher eine rege Nachfrage besteht. Diese wirtschaftliche Standortqualität verspricht Investoren und Kapitalgebern ansprechende Renditen. Neue Adressen am Wasser sind als Wertschöpfungsobjekte im prosperierenden Immobilienmarkt der Region Köln/Bonn attraktiv. Die Rentabilität der Projekte ist dabei ein wichtiger Qualitätsmaßstab. Internationale Erfahrungen mit innovativen Finanzierungs- und Investitionsstrategien können hierzu wichtige Hinweise geben. Am Rhein finden sich verschiedene Investitionsaufgaben von städtebaulichen Großprojekten bis hin zur Attraktivierung des öffentlichen Raums. Für dieses Spektrum sind ebenfalls Ideen anhand beispielhafter Finanzierungs- und Investitionskonzepte zu finden.

Fokusthema „Regionale Kooperationen“

Verbindendes Element der Region Köln/Bonn ist die Lage am Rhein. Eine gemeinsame Entwicklung der Flusslandschaft ist Anlass, die verschiedenen Akteure an regionales Denken, Planen und Handeln heranzuführen. Die Stadtregion Köln/Bonn muss sich international als konkurrenzfähiger Standort von besonderer Lebensqualität und Wirtschaftskraft beweisen. Es gilt, die spezifischen Begabungen der Region herauszuarbeiten und gemeinsam zu präsentieren. Die Bewältigung dieser Aufgaben setzt sich über kleinräumige Zuständigkeiten hinweg. Durch regionale Zusammenarbeit kann das Ziel, Qualitäten am Rhein zu gewinnen, erreicht und eine gemeinsame Haltung der Region zum Rhein formuliert werden. Demnach gilt es, andernorts Flusslandschaften zu finden, in welchen regionale Kooperation durch die Vernetzung von Akteuren und Projekten Teil der Planungspraxis ist.

Logo "Regionale 2010"

Ein Kooperationsprojekt der
Montag Stiftung Urbane Räume und der Regionale 2010