
Die Idee
Das Kooperationsprojekt der Montag Stiftung Urbane Räume und der Regionale 2010 trägt den Titel »Stadträume am Rhein«. Die zentrale Fragestellung ist, welche Qualitäten der Rheinabschnitt zwischen dem Tor zum romantischen Rhein bei Bad Honnef und dem Bayerkreuz in Leverkusen zukünftig entwickeln kann.
Ein interdisziplinär besetztes Projektteam der Fachrichtungen Raumplanung und Landschaftsarchitektur wird bis zum Jahre 2008 gemeinsam mit dem Experten und Kurator der Carl Richard Montag Förderstiftung, Prof. Thomas Sieverts, die städtebaulichen und freiraumplanerischen Potenziale dieses Rheinabschnitts erforschen und anhand von internationalen Vorbildern Hinweise darauf geben, welche Entwicklungen der „Stadträume am Fluss“ für die Region wünschenswert sind. Ziel ist, die Städte und Gemeinden mit ihren Akteuren und Projekten sowie die Bewohner der Region an das Rückgrat Rhein heranzuführen und die bislang vernachlässigten Entwicklungspotenziale der Flusslandschaft für die Region neu zu erschließen. Die Auseinandersetzung mit internationalen Modellprojekten soll Anstöße zum qualitätvollen Umgang mit der Flusslandschaft und ihren Wasserkanten geben sowie Impulse für eine bewusste Haltung der Region zum Rhein setzen. Die Vision ist, langfristig aus undefinierten Orten markante Stadträume von durchgängig hoher städtebaulicher, architektonischer und landschaftlicher Qualität zu entwickeln. In punkto Qualität muss der Rheinraum Maßstab sein, denn wo sonst kann sich die Region erfolgreich nach außen präsentieren, wenn nicht am Rhein?
Das Konzept
Um diese Vision zu verwirklichen und eine gemeinsame Haltung zum Rhein zu formulieren, werden nach der siedlungsstrukturellen und landschaftsräumlichen Charakterisierung des Rheinabschnitts geeignete internationale Projektbeispiele ausgewählt, von deren Erfahrungen die regionalen Akteure profitieren können.
In der ersten Arbeitsphase (seit November 2005) geht das Projektteam auf „Entdeckungsreise“ am Rhein: An seinen Ufern stoßen sie auf bekannte und unbekannte Orte, Projekte und Landschaften. So kann ein Bild vom Alltag am Rhein gezeichnet werden. Parallel analysiert das Team regionale Projektansätze sowie bereits realisierte Projekte wie z. B. den Neuland-Park in Leverkusen (ehemaliges Landesgartenschaugelände). In Werkstätten werden die Erkenntnisse und Erfahrungen mit den regionalen Handlungsträgern sowie internationalen Experten diskutiert. Ziel ist, die Praxisnähe und Anwendbarkeit der Projektergebnisse sicherzustellen. Um einen regelmäßigen und effizienten Austausch mit den Akteuren in der Region zu ermöglichen, soll eine Arbeitsgruppe „Rheinallianz“ eingerichtet werden.
Kernaufgaben der zweiten Arbeitsphase sind die Gestaltung des Wissenstransfers mit internationalen Projektpartnern und die Bereisung sowie Dokumentation der ausgewählten Modellprojekte. Im Rahmen dessen werden Fachvertreter aus dem Ausland mit den regionalen Akteuren zusammengebracht, um Erfahrungen auszutauschen und so Ideen zur Weiterentwicklung der Projekte vor Ort zu generieren.
Auf Basis dieser Arbeitsergebnisse werden gemeinsame Leitbilder für die Region und Handlungsempfehlungen für die Projekte entwickelt.
Die Ergebnisse der zweieinhalbjährigen Untersuchung und des Erfahrungsaustauschs werden in einer Dokumentation festgehalten.
Das Projektteam
| Christoph Hölzer | |||
| Tobias Hundt | |||
| Carolin Lüke |
Unter der Internetadresse
www.stadtraeume-am-rhein.de können Sie sich direkt über Ergebnisse und Aktuelles aus dem Projekt informieren.











