
Raumtypen
Die sechs Raumtypen wurden auf Grundlage von 14 Sequenzen, das heißt räumlichen Abschnitten, gebildet. Wesentliche Kriterien für deren Abgrenzung sind Funktionen und Nutzungen, siedlungsstrukturelle Zusammenhänge, Freiraumzäsuren und natürlich ihr Bezug zum Rhein. Somit abstrahieren die Raumtypen die im Rheinabschnitt zwischen Bad Honnef und Leverkusen vorhandenen Raumstrukturen. Sie bilden das Suchraster für die internationalen Referenzprojekte.
Rheinische Welt-Städte
Großstädtische Räume mit bürgerlicher Prägung und weltstädtischem Flair nutzen den Rhein als Spiegel. Die Menschen flanieren an der facettenreichen Uferkante. Die Promenaden sind Bühnen des städtischen Lebens. Silhouettenhafte Konturen, aber auch dominante Infrastrukturen prägen die Rheinkanten.
- Köln
- Bonn
Kleine Welten
Vorstädte mit vielfältigen Funktionen und typischem Charakter bilden eigenständige Stadtstrukturen am Rhein. Zum Rhein zeigen sie ein differenziertes Bild: Verschiedene Siedlungstypen, Auen oder Promenaden prägen die Kanten. Damit ist die Aneignung des Ufers ebenso differenziert wie die Siedlungsstruktur.
- Bad Godesberg
- Beuel-Niederdollendorf
- Rodenkirchen
- Porz
Uferdörfer
Kleinteilige, durch Wohnen und Landwirtschaft geprägte Orte mit einzelnen historischen Fragmenten bilden Siedlungsinseln im Landschaftsraum. Die Ufer sind meist landschaftlich oder von Gartenrückseiten und nur vereinzelt baulich geprägt. Menschliche Begegnungen mit dem Rhein sind informell und zufällig.
- Hersel-Mondorf
- Niederkassel-Zündorf
- Rheinkassel-Hitdorf
Stadt im Umbruch
Von Gegensätzen geprägte Siedlungsbereiche, die sich in einem Transformationsprozess befinden. Zum Rhein zeigen sie ein ambivalentes Bild, das die Kontraste der Siedlungsstruktur widerspiegelt. Die komplexe Aneignung des Rheinufers variiert zwischen temporären Nutzungen und etablierten Institutionen.
- Poll-Deutz-Mülheim
Großwerk und kleine Siedlungen
Industrielle Großstrukturen überformen die Stadtlandschaft und treffen auf benachbarte Siedlungsbereiche verschiedener Struktur. Zum Rhein zeigen sich kontrastreich Industrie und Häfen sowie kleinteilige Siedlungs- und Grünräume. Zugänge zum Rhein sind meist nur punktuell möglich, begleitende Wege unterbrochen.
- Wesseling-Godorf-Sürth
- Niehl-Leverkusen
- Worringen
Rheinromantische Tore
Die umgebende Landschaft beherrscht die Tore zum Rhein. Die touristische Infrastruktur bestimmt den Charakter des Raums und prägt auch die Annäherung der Menschen an das Rheinufer. Das Image vom romantischen Rhein speist sich aus diesem bekannten und festgefügten Landschaftsbild.
- Bad Honnef-Königswinter

















