Impressionen
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Stadträume am Rhein

Raumbegabungen

Die weltweite Konkurrenz zwischen Stadtregionen um Menschen und Unternehmen impliziert große Herausforderungen. Regionen müssen attraktiv sein für junge Leute, sie müssen Arbeitsplätze und kulturelle Höhepunkte sowie gute Freizeitmöglichkeiten und viele Bildungs- und Forschungseinrichtungen bieten. Und sie müssen natürlich auch städtebaulich und landschaftlich attraktiv sein. Es sind also Qualitäten verschiedener Art notwendig, um Regionen zu profilieren und die Konkurrenzfähigkeit dauerhaft erhalten zu können.

Um ein internationales Profil zu entwickeln, müssen sich Regionen auf ihre Qualitäten besinnen und die Begabungen ihrer einzelnen Räume herausstellen. Dies formulierte Prof. Thomas Sieverts in seinem Fazit zur Auftaktveranstaltung am 10. Februar 2006 als besondere Anforderung an das Projekt. Dabei bezeichnet der Ausdruck „Begabung“ etwas, was ein Mensch besonders gut kann. Raumbegabungen beziehen sich dementsprechend auf die herausragenden Fähigkeiten von Städten, Stadtteilen oder Landschaften. In diesem Zusammenhang sind die ‚Stadträume am Rhein’, also das Schaufenster der Region, der beste Ort, wo der Projektraum seine Qualitäten zeigen kann.

Wichtig beim Umgang mit den Begabungen einer Region ist, aus ihnen Handlungsbedarfe abzuleiten. Begabungen müssen zunächst entdeckt werden, sie müssen geschützt und natürlich entwickelt werden, um die ‚Stadträume am Rhein’ für die Zukunft gut aufstellen zu können.

 

 

 

Stadterlebnis

Eine quirlige Großstadtatmosphäre mit ihren typischen Ausprägungen macht das „Stadterlebnis“ aus. Ein dichtes Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten, Handel und Dienstleistungen und ein lebendiges internationales Flair sind Kennzeichen dieser Raumbegabung. Hier können sich Lebensstile verschiedener Art verwirklichen. Zudem wirkt das kreative und vielfältige Milieu anziehend auf junge Leute und macht diese Räume zu wichtigen Wachstums- und Innovationsmotoren für die Region.

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Möglichkeitsraum

Eine ausgeprägte Patchwork-Struktur mit einem kontrastreichen Nebeneinander von Wohnen, Industrie, Brachflächen, gläsernen Bürogebäuden und gemauerten Fabrikhallen ist kennzeichnend für den „Möglichkeitsraum“. Die offene Atmosphäre, die jenseits von etablierten Strukturen Raum für bauliche und Nutzungsexperimente lässt, macht den Möglichkeitsraum spannend und abwechslungsreich. Gleichermaßen sind diese Räume im Aufbruch und bereit für Veränderungen – sie bieten enorme Flächen- und Entwicklungspotenziale.

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Kleine Vielfalt

Als überschaubarer „Vorposten“ bieten Räume mit der Begabung „Kleine Vielfalt“ einen komplementären Ort zur quirligen Großstadt. Alle wichtigen Daseinsfunktionen sind mit kurzen Wegen erreichbar – die Strukturen sind übersichtlich und kompakt. Ein ausgeprägtes Selbstverständnis der Bewohner ist charakterisierender Bestandteil der Identität dieser Orte. Die unmittelbare Nähe zur Großstadt und zur Landschaft komplettiert das Bild vielfältiger Ortsteile mit hoher Lebensqualität und Bindungskraft.

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Wohnoase

Die Begabung „Wohnoase“ zeichnet sich durch ruhige familienfreundliche Wohnsiedlungsbereiche im Grünen mit oftmals dörflichem Charakter aus. Prägend sind hier kleinteilige Einfamilienhausstrukturen mit Garten. Ein Leben in privater Abgeschiedenheit mit unmittelbarem Landschaftsbezug lässt sich hier realisieren. Großstadtnähe und generell eine gute Erreichbarkeit sowie ein mittleres regionales Preisniveau machen die Wohnoasen zu beliebten Quartieren, wo Wohnträume verwirklicht werden können.

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Rheinerholung

Das rheinbezogene Landschafts- und Naturerlebnis steht in den Räumen mit der Begabung „Rheinerholung“ eindeutig im Vordergrund. Sie übernehmen eine wichtige Naherholungsfunktion für die Bewohner der angrenzenden Städte und bieten verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung am und auf dem Rhein. Als „grüner Ausgleich“ bieten sie insbesondere Großstädtern das notwendige Freiraumerlebnis und sind dementsprechend stark frequentiert.

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Produktivkräfte

Eine Begabung für industrielle Produktion im großen Maßstab haben die Räume mit der Bezeichnung „Produktivkräfte“. Großwerke, die als imposante und faszinierende Industriekulisse wichtige Landmarken in der Region bilden, sind Schwerpunkte der Arbeit und Produktion und haben großes Renommee. Als Orte mit vielfältigem Warenumschlag bringen sie Massengüter auf den Rhein. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der traditionsreichen Unternehmen leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Innovation in der Region.

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Wissens- und Kulturlandschaft

Zwei Universitäten und eine Vielzahl an Fachhochschulen und Forschungsinstituten wirken anziehend auf junge und hochqualifizierte Menschen. Diese Dichte an Einrichtungen zeigt die Begabung des Projektraums als Wissensschmiede und Labor für Innovationen. Zusammen mit der reichhaltigen und über 2000 Jahre alten Geschichte hat sich eine einzigartige „Wissens- und Kulturlandschaft“ herausgebildet. Zahlreiche historische und zeitgenössische Museen, Konzerte und Veranstaltungen zeugen von dieser kulturellen Vielfalt und einer lebendige Kulturszene.

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Touristenmagnet

Das Siebengebirge als Tor zum romantischen Rhein stellt neben dem Städtetourismus, der sich wachsender Beliebtheit erfreut, einen Anziehungspunkt allererster Kategorie mit einer enorm hohen Besucherdichte dar. Der Rhein spielt sowohl als Ziel, als auch als Ausgangspunkt vieler Touristen eine zentrale Rolle zur Besichtigung der kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten. Als Aushängeschilder sind die Touristenziele von großer Bedeutung für das Image und die Außenwirkung der Region.

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Wirtschaftsland

Gute Böden sind die Basis der regionalen Begabung für die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Sie sind so fruchtbar und ertragreich, dass sie sich besonders für den Obst- und Gemüseanbau eignen. Gleichzeitig stellen die landwirtschaftlichen Flächen neben dem Rhein die letzten zusammenhängenden Freiräume der Region dar und prägen das weitgehend ebene Landschaftsbild zwischen den Großstädten. Sie stellen darüber hinaus den Retentionsraum zur Verfügung, der in den verdichteten Stadträumen nicht vorgehalten werden kann.

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Begabungslandschaft im Projektraum

Jeder Ort trägt etwas zu der spezifischen Begabungslandschaft im Projektraum bei. Die Zusammenschau von „Möglichkeitsräumen“, „Wohnoasen“ oder „Produktivkräften“ macht deutlich, dass in den ‚Stadträumen am Rhein’ facettenreiche Potenziale liegen.

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Logo "Regionale 2010"

Ein Kooperationsprojekt der
Montag Stiftung Urbane Räume und der Regionale 2010